Wie alles begann

Christian erinnert sich: Begonnen hatte das alles mit dem Abbau des Kerbezeltes am alten Rathaus, dem früheren Schulhof. Die anstrengenden Kerbetage, damals feierten die Kerbeborsch noch Vor- und Nachkerb, waren vorüber, und das Aufräumen lag in den letzten Zügen. Die verbliebenen Kerbeborsch und andere junge Leute, die sich wie fast jeden Abend am allgemeinen Breendler Treffpunkt „an der Bank“ trafen, überlegten, was man nun anstellen könnte.

Irgendjemand kam auf die Idee, man könnte mal Federball spielen. Der Platz vorm Rathaus wäre dazu doch ideal. Schnell waren irgendwoher Federballschläger und Federbälle aufgetrieben, und schon ging es los. Bis spät in den Abend hinein, bis man die Federbälle nicht mehr sehen konnte, wurde gespielt.

So ging das ein paar Abende weiter. Die Spielfelder, die bereits die richtigen Maße hatten, wurden durch Kreidelinien markiert und ein halbwegs „richtiges“ Netz aufgehängt.

Als die Abende kürzer und das Wetter schlechter wurden, kreisten die Gespräche um eine Halle, die jetzt gebraucht würde. 

Dieter Barz und Holger Helmiß, die zusammen in der gleichen Straße wohnten, und sich aus Jugendfußballtagen gut kannten, hatten die Idee: Die SG Bremthal sollte eine neue Abteilung bekommen. Die Gründungsversammlung wurde am 19. September 1985 abgehalten. Ab diesem Zeitpunkt konnte der Federball in der Turnhalle an der Comenius Schule fliegen.

 

 

 

25jähriges Bestehen der Badminton-Abteilung

Die Idee, Badminton in Bremthal zu spielen, war geboren und gewann spontan Anhänger. Was sich da ein paar Bremthaler Jungen im Sommer 1985 unterm Kerbebaum ausgedacht hatten, wurde alsbald unter dem Dach der SG Bremthal zu einer festen Institution in Bremthal.

Namen wie Breite, Lux, Melzer und Rduch kennt man von Anfang an, andere, die sehr bald zum Verein stießen, wie Raabe, Ullrich und Fuchs, sind heute nicht mehr wegzudenken. 

Einige sind gegangen, neue sind hinzugekommen, aber viele sind geblieben. So auch die zuvor Genannten, die bis heute aktiv Badminton spielen und zum Teil sogar noch in Mannschaften aktiv sind.

Mit der Zeit wurde die Liste der Aktiven immer länger und umfasste mal 85 Mitglieder. Es war klar: das konnte auf Dauer nicht gehalten werden. Zum einen fanden die besonders Talentierten, die nach oben strebten und es wie Jan Kiel in die zweite Bundesliga schafften in anderen Vereinen eine neue Heimat. Auch die sogenannte Hofheimer Fraktion spaltete sich ab. Nur Herbert Fuchs und Daniel Stauzenberger schafften es bis heute, zwei Badminton-Vereinen die Treue zu halten. 

Training fand am Anfang nur sonntags abends statt. Mit dem Anspruch, besser zu werden und an einer Spielrunde teilzunehmen, musste ein zweiter Trainingstag her. Erste Schritte ermöglichte die SG Bremthal, Abteilung Gymnastik, die Mittwoch Abend bis 22.00 Uhr die Halle in Beschlag nahm. Da die Damen nicht die volle Zeit bis 22.00 Uhr nutzten, durften wir ab 21.30 Uhr unserem Trainingseifer unter der Woche nachgehen. Es folgten „Ausflüge“ in den Sommermonaten nach Naurod in die Tennishallen und zähe Verhandlungen mit der Stadt Eppstein bezüglich der Hallenbelegungszeiten. Heute können wir an jedem Donnerstag und Sonntag Abend trainieren

Vereinsmeisterschaften, hier und da ein Freundschaftsspiel und die Beteiligung an der Verbandsrunde bilden seither die fest etablierte sportliche Seite des Vereinslebens. Zeitweise sind drei Senioren-Mannschaften gemeldet, für kurze Zeit auch zwei Jugendmann- schaften. Erste große Erfolge mit dem Aufstieg in die A-Klasse stellen sich ein.

Die sportliche Seite wird schon lange ergänzt von geselligen Unternehmungen, unter denen die jährlich im Mai stattfindende mehrtägige Wanderung besonders beliebt ist. Die erste Wanderung führte vor 22 Jahren in den Schwarzwald. Dann folgten Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung. Auch die diesjährige Wanderung – zwei Tage auf dem Rheinsteig, von Kaub/Dörscheid bis St. Goarshausen - hat allen gut gefallen. Der Veranstaltungs- ausschuss, eine ständige und erstaunlich dauerhafte Einrichtung der Badminton-Abteilung, denkt schon über die nächste Wanderung nach.

In den letzten Jahren wurde die Jugendarbeit immer wichtiger. Diese Überzeugung teilten alle Abteilungs- vorsitzende, ob sie Helmiß, Breite, Lux oder Raabe hießen. Der Überzeugung folgten auch immer Taten. Das gilt auch für den heutigen Vorsitzenden Hans Jürgen Lüdde, der sich über die langjährige Unterstützung durch Daniel Stauzenberger freuen kann. Aktuell macht sich Franz Seidel für die Jugend stark.

 

Heute hat die Abteilung über 70 Mitglieder, davon sind 24 aktiv. Die Jugendlichen bilden die stärkste aktive Gruppe. Es wird natürlich seine Zeit brauchen, bis aus einer starken Jugendgruppe wieder eine starke aktive Abteilung wird. Das wissen Vorstand und alle, denen das Wohl und Wehe der Badminton-Abteilung am Herzen liegt.