15 Jahre lang war der „Bremthaler Acker" ein sehr gefürchtetes Geläuf für die Gegner der SG Bremthal. Es war ein „Rasenplatz" oder eher ein Wiesenplatz, dessen Gras sehr unterschiedlich wucherte und vor beiden Toren noch über die 16-Meter-Grenze hinaus kahlen Mutterboden aufwies. Wenn's regnete oder gar schneite, war der Schlamm 10 bis 15 cm tief. Da half es auch wenig, das die SG Bremthal Jahr für Jahr Ladungen von Besungen - Kies gleichmäßig über die Spielfläche verteilte. Das kostete die SGB viel Geld und Peter Lauer opferte viele, viele Freizeitstunden für die Pflege des „Ackers".
1969 begann bei den recht sportfreundlichen Bremthaler Politikern unter Leitung des Bürgermeisters Wolf Schrader die Weichenstellung für einen Neubau. Der Bremthaler Bauingenieur Wolfgang Emmenthal wurde mit der Planung beauftragt. Er entwickelte in Abstimmung mit dem Deutschen Institut für Sportstättenbau eine für damalige Verhältnisse optimale Planung eines Tennenplatzes mit einer Spezialrotdecke, Flutlichtanlage und Aluminium-Toren. Dazu noch einige Leichtathletik-Anlagen wie die Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoß- Anlagen. Eine 400-Meter-Rundbahn sollte einem späteren Ausbau vorbehalten bleiben. Die Bauzeit war dann relativ kurz von April bis Oktober 1971. Der Spiel und Trainingsbetrieb der SG wurde in die Nachbargemeinden verlegt. Die Baukosten waren mit 350.000,- DM veranschlagt und wurden eingehalten. Am 9. Oktober 1971 war es dann soweit: Eine Einweihungsfeier mit einem legendären Eröffnungsspiel zwischen der SG Bremthal und den Offenbacher F.C. Kickers 01. Trainer Klötzer kam mit den Profis wie Semlitsch, Skala, Bechthold, Weida und Siggi Held. Vor großer Zuschauerkulisse hielten sich die SG'ler gut. Am Schluss stand es 7:1 für die Profis aus Offenbach.